Transformation mit System

Schlanke Krankenhäuser sind agil

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Die Reise © Christophe Baudot / Fotalia.com

Transformation mit System

Krankenhäuser mit ihren chefarztgeleiteten Abteilungsteams sind prädestiniert dafür, ihre Behandlungsprozesse kontinuierlich und eigenständig zu verbessern. Sie müssen ihren Fokus ändern und Organisation als festen Bestandteil von Qualität entdecken. Sie müssen sich von ihrem strikten Berufsgruppendenken lösen. Sie benötigen geeignete Instrumente und die Kompetenz, Transparenz zu schaffen, Probleme zu erkennen und sie zu lösen. Es braucht eine Führung, die sie aktiv unterstützt. Darum geht es, wenn ich Organisationen bei der Einführung von Lean begleite: eine agile, schlanke Organisation zu entwickeln, die gemeinsam und berufsgruppenübergreifend Probleme schnell löst, Prozesse eigenständig verbessert und Verschwendung beseitigt. Ein agiles, schlankes Krankenhaus ist keine Utopie, sondern lediglich harte Arbeit.

Mein Beitrag

Nach meinem Abschied aus der Krankenhausgeschäftsführung wollte ich mich ausschließlich auf das Coaching und Training von Führungskräften konzentrieren. Wer Organisationen verändern möchte, so meinte ich, braucht eine moderne, qualifizierte und innovative Führung. Wenn sich jeder einzelne persönlich und fachlich in seiner jeweiligen Rolle weiterentwickelt, so die Idee, wird sich das System insgesamt positiv verändern: die Qualität wird steigen, das Unternehmen wird wirtschaftlicher und die Mitarbeiter zufriedener.

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© freshidea / Fotalia.com

Falsch ist der Gedanke nicht, doch greift er viel zu kurz. Veränderung bleibt auf diese Weise fast immer eine Schnecke. Wir überschätzen gerne die Wirkung des Einzelnen in einer komplexen Organisation und unterschätzen ihre Beharrungskräfte. Eigentlich wissen wir längst, dass erst, wenn das ganze System in Bewegung gerät, wenn völlig neue Anforderungen entstehen und unbekannte Bedingungen herrschen, Strukturen, Beziehungen, Kommunikationsprozesse und Kompetenzen sichtbar in Bewegung geraten und sich neu sortieren, sich weiterentwickeln. Dieser Effekt tritt kollektiv ein, und eben nicht individuell.

Kulturwirksame Veränderungsprozesse müssen Mitarbeitenden vom ersten Tag an einen Sinn stiften und sichtbare Ergebnisse schaffen. Sie dürfen sich nicht in Folien erschöpfen und auf kommunikative Prozesse reduzieren, wie wir es so häufig aus dem Change Management kennen. Auch reicht es nicht, bei Mitarbeitenden lediglich die Hoffnung auf irgendeinen Sinn oder spürbare Ergebnisse irgendwann in der Zukunft zu wecken. Der Mensch lebt vor allem im Heute. Wirkliche Entwicklung setzt nur dann ein, wenn es morgen etwas zu sehen gibt.

Die letzten Jahre haben meine Einschätzung zur tatsächlichen Wirkung von Coachings und Trainings fundamental verändert. Für mich stellen sie heute zwar immer noch einen wichtigen Bestandteil meiner Arbeit dar. Das jedoch ausschließlich, wenn sie in einen umfassenden Transformationsprozess eingebunden sind, in dem der Patient in den Mittelpunkt gestellt wird. Ich möchte, dass Führungskräfte wie Mitarbeitende systematisch lernen, ihre Organisationen kontinuierlich und sichtbar zu verbessern, Verschwendung zu reduzieren und sichere ebenso wie effiziente Prozesse zu schaffen. Das Ziel dieser Reise lautet Qualität, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiterorientierung. Die Reise selbst zieht gewaltige Veränderungen auf allen Ebenen des Unternehmens nach sich.

Agenda

Lean Management und Shopfloor Management stellen heute die Grundlage meiner Arbeit als Coach und Organisationslehrer dar. Sie schaffen erst das Fundament, das eine umfassende Transformation dauerhaft produziert und trägt. Ihre Ergebnisse sind ebenso beeindruckend wie die Reise selbst, die eine Organisation bis zum Ziel zurückzulegen hat.

In „Das Geheimnis des Lean Hospitals“ stelle ich Ihnen meine Sicht vom schlanken Krankenhauses vor.

In Change Management mit erlebbarer Wirkung beschreibe ich die Zutaten eines erfolgreichen Change Prozesses.

Wie lässt sich eine Methode besser veranschaulichen, als durch ihre Ergebnisse, die sie erzielen kann? In „Lean Transformation – das Ergebnis“ wage ich einen Ausflug in die Zukunft, die für einige Krankenhäuser heute schon begonnen hat.

In meinem Blog werde ich in Zukunft regelmäßig Bericht erstatten über Fortschritte, Erkenntnisse oder Probleme, die ich auf meinen diversen Kundenreisen erlebe.

 

Beitragsbild: Die Reise © Christophe Baudot / Fotalia.com

 

© Jörg Gottschalk 2018

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