Neu erschienen: Das schlanke Krankenhaus

Führen und verbessern im Krankenhaus der Zukunft

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Das schlanke Krankenhaus © Jörg Gottschalk

Das schlanke Krankenhaus

Führen und verbessern im Krankenhaus der Zukunft

„Das schlanke Krankenhaus – Führen und verbessern im Krankenhaus der Zukunft“ ist als Printausgabe und als eBook im Handel erhältlich.

In einem schlanken Krankenhaus geht es darum, die gesamte Organisation, ihre Führung und ihre Mitarbeiter dahin zu entwickeln, ihre Prozesse gemeinsam und kontinuierlich zu verbessern. Sie sollen eine Struktur finden, in der kontinuierliches Verbessern überhaupt erst möglich wird. Sie sollen schlanker und agiler werden. Die Beteiligten lernen, wie gute Organisation funktioniert und wie sie sich verbessern lässt – gegen alle Hindernisse. Außerdem müssen sie gemeinsam dafür sorgen, dass Prozesse bleiben, wie sie sein sollen. Nicht ohne Grund sprechen wir im Lean-Kontext deutlich mehr über Führung, Kooperation und Kultur als über Instrumente oder Werkzeuge. Wir betreiben eine Form der Kulturentwicklung, die sich nicht in Folien und Diskursen, sondern in sichtbaren Ergebnissen widerspiegelt.

Bevor ein Missverständnis aufkommt: Ein schlankes Krankenhaus ist kein mageres, krankes Krankenhaus, sondern ein gesundes und fittes. Ein Krankenhaus, das den grundlegenden Lean-Management-Prinzipien folgt, produziert künftig weder Autos, noch stellt es auf ein Behandlungsfließbandkonzept um. Ein hoher Gewinn ist längst noch kein Zeichen für Schlankheit.

Ein schlankes Krankenhaus konzentriert seinen Blick auf den Nutzen für seine Patienten. Es arbeitet jede Minute daran, den Nutzen für seine Patienten zu steigern. Im Gegenzug verzichtet es auf alles, was seinen Nutzen nicht steigert. In einem solchen Krankenhaus verfügen die Führung und die Mitarbeitenden über umfangreiche methodische Kompetenzen. Sie kooperieren auf eine Weise miteinander, die es ihnen ermöglicht, die Qualität und Wirtschaftlichkeit ihrer Behandlungsprozesse kontinuierlich zu verbessern.

Allerdings existiert In jedem Krankenhaus ein enormes Maß an Verschwendung.

 

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Die 8 Verschwendungsarten © Jörg Gottschalk

Leider können wir sie nicht immer auf Anhieb entdecken oder finden aktuell einfach keine bessere Lösung als die, die wir haben. Verschwendung im Sinne von Lean heißt, abweichend von unserem traditionell negativ geprägten Verständnis von diesem Begriff, Zeit für Vorgänge zu verwenden, die den Patienten keinen unmittelbaren Nutzen stiften. Wenn wir es schaffen, jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr ein klein wenig dieser verschwendeten Zeit in nutzenstiftende Tätigkeiten umzulenken, entsteht echter Fortschritt im Sinne von Patientennutzen, Qualität und Wirtschaftlichkeit. Leider stehen diesem ehrenwerten Vorhaben viele Hindernisse entgegen, die es mühsam zu überwinden gilt – strukturell und Tag für Tag. Eine Methode, die nicht dazu beiträgt, führt vielleicht zu guten Konzepten und Planungen, nicht aber zu nachhaltigen Verbesserungen.

Eine typische Krankenhausorganisation ist zu komplex, als dass sie von wenigen oder gar Externen nachhaltig und grundlegend verbessert werden könnte. Selbst wenn es ginge, wäre es in den heutigen Finanzierungsstrukturen zu teuer, es könnte sich niemand leisten. Es gilt deshalb eine Organisation zu erfinden, in der sich möglichst viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktiv und ergebniswirksam an solchen Veränderungsprozessen beteiligen können. Denn wenn viele etwas tun, setzt ein großer Effekt ein. Für dieses Prinzip der aktiven Beteiligung steht die Shopfloor-Management-Methode (Führen vor Ort), der bislang erstaunlich wenig beachtete Kern des gesamten Lean-Management-Konzeptes.

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Das Teamboard im Shopfloor System

Mithilfe eines Teamboards vor Ort auf den Stationen bzw. in den Behandlungsbereichen erhält der tägliche berufsgruppenübergreifende Dialog eine klare Struktur und einen ebenso klaren Fokus: sichtbare Verbesserung. Unterstützung erhalten die lokalen Verbesserungsteams von allen: von anderen Abteilungen, Servicebereichen und ihrer Führung. Ein unüberwindbarer Rahmen, verbindliche Regeln und eine konsequente Faktenorientierung unterstützen die Auflösung von Berufsgruppen- und Hierarchiegrenzen im Sinne der gemeinsamen Aufgabe. Es entsteht eine kontinuierliche, institutionalisierte Regelkommunikation – regelmäßig und als Teil von Arbeitszeit. In einem schlanken Krankenhaus arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Organisation. Dazu benötigen sie ein Mindestmaß an organisatorischer Verbesserungskompetenz, möglichst einfache Gestaltungswerkzeuge sowie den zeitlichen Raum, um über Verbesserung überhaupt nachdenken und sie nachhaltig realisieren zu können.

Mit diesem Buch möchte ich Ihnen nicht nur einen umfassenden Über­blick über die Logik und die wesentlichen Komponenten von Lean Management im Krankenhaus verschaffen, sondern ich werde Ihnen auch die Hindernisse nicht verschweigen. Es geht eben nicht nur um Verschwendung, Instrumente und Techniken, sondern vor allem um Führung, Organisation, Menschen und … Patienten. Eine Managementmethode muss von Führungskräften und Mitarbeitenden angenommen werden und dazu beitragen, dass Hindernisse überwunden werden. Ansonsten hat eine Methode aus meiner Sicht keinen Wert.

Als Krankenhausgeschäftsführer habe ich Lean Management eingeführt. Mittlerweile unterstütze ich als Prozess- und Führungscoach mehr als zehn Kliniken in Deutschland und Österreich bei der Einführung. So mühsam der Weg auch sein mag: es ist die einzige mir bekannte Methode, die in der Lage wäre, viele dieser Hindernisse Stück für Stück aufzudecken und zu überwinden, die Voraussetzungen für Veränderungsfähigkeit zu schaffen und die Krankenhausorganisation schneller darin werden zu lassen, Unternehmensziele umzusetzen und ihre Behandlungsprozesse kontinuierlich zu verbessern.

In einem schlanken Krankenhaus möchten wir erreichen, dass alle Mitarbeitenden und ihre Führungskräfte kontinuierlich und gemeinsam daran arbeiten, ihre Strukturen und Prozesse zu verbessern. Der Patient profitiert von höherer Qualität und besserem Service, Mitarbeiter von besseren Arbeitsbedingungen und das Unternehmen Krankenhaus von höherer Wirtschaftlichkeit. Das schlanke Krankenhaus ist längst keine Utopie mehr, sondern lediglich harte Arbeit.

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Das schlanke Krankenhaus © Jörg Gottschalk

 

Das eBook bei amazon

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„Vermutlich sehen wir in diesen Jahren den Beginn einer Entwicklung, von der wir in zwanzig Jahren behaupten werden, dass sie schon heute nicht mehr aufzuhalten war. Nach Jahren der Restrukturierung und des Cost Cutting geraten die Führungskonzepte unserer Krankenhäuser an ihre Grenzen. Wir brauchen einen neuen Weg: Sparen und restrukturieren alleine wird weder zu einer günstigeren noch zu einer besseren Gesundheitsversorgung führen.“ Jörg Gottschalk

Wenn Sie mehr über das schlanke Krankenhaus erfahren möchten, nehmen Sie gerne an der nächsten Lean Werkstatt in Berlin teil.

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© Raven / Fotalia.com

Mehr Informationen zur 4. Nordstern Lean Werkstatt

 

 

 

 

 

 

 

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